Ohne irgendeine sachbezogene Entkräftung vorgetragener Tatsachen und Eingeständnisse stellt die Berliner Staatsanwältin Bettina Schröder-Bogdanski das Ermittlungsverfahren gegen amtierende und frühere Bahnchefs und ihren Aufsichtsratsvorsitzenden ein.
[Das dazugehörige Schriftstück ist in unserer großen Dokumenten-Datenbank auf unseren Seiten zu finden!]

Gegen diesen, am 24. November 2017 zugestellten Bescheid vom 10. November 2017, ist Beschwerde erhoben und Akteneinsicht verlangt, um auf alle Contra-Argumente der Beschuldigten und ihrer Anwälte zu entgegnen.

Der Einwand der Staatsanwältin gegen den Vorwurf der Untreue, “klare, deutliche Fälle pflichtwidrigen Verhaltens” ließen sich nicht feststellen, der Weiterbau des Projekts sei durch unternehmerisches Ermessen zu rechtfertigen, weicht schlicht allen Fakten fürsorglich aus:

Drastische gesetzwidrige Bahnhofsverkleinerung, lebensgefährlicher Tief-Schief-Haltepunkt – sechsfach überhöht – zu Lasten vor allem von Menschen in Kinderwägen und Rollstühlen und für Reisende durch Wegrollvorgänge, die selbst bei weitaus geringerem Gefälle die Bundesregierung im Bundestag bestätigen musste.

Kein Wort auch zu Streckenstilllegungen infolge von quellfähigem Anhydrit, bestätigt als “unüblich hohes Risiko für die Betriebstauglichkeit” vom Auftragsgutachter der Bahn KPMG/Basler.

Unterdessen will die Deutsche Bahn AG sich aus dem Kostendilemma von neu durch PwC zugestandene rund acht Milliarden Euro wegschleichen, indem sie sieben Milliarden Euro Ausstiegskosten behauptet.

Das ist völlig absurd, verkennt aber auch, dass die genannten und weitere schwere Funktionsmängel jeden Tag des Weiterbaus von S 21 den Tatbestand der Untreue schadenserhöhend verschärfen müssen.

Mehr dazu ist – schon jetzt – in der aktuellen Rede von Eisenhart von Loeper [MontagsDemo vom 11.12.2017] zu finden.